Aussicht auf Erfolg

Norwegen

Reisezeit: März 2014

Heute ist der erste ganze Tag in der Stadt Tromsö und wir starten mit einem kleinen Stadtspaziergang. Dabei loggen wir auch unseren ersten Cache – und sind stolz darauf, dass es sicher einer der nördlichsten der Welt ist. So wie es hier die nördlichste Universität, die nördlichste Brauerei, die nördlichste …… gibt. Man kommt nicht umhin zu bemerken, dass es ab diesem Ort nur noch per Polarexpedition höher in den Norden geht.

Bodo
Finnsnes
Tromsö
Ersfjordbotn
Grötfjord
Tromvik
Rekvik
Sommaröy
Polaria Museum
Restaurant Africa Oase
Nordkjosbotn
Skibotn
Mack's Ölhallen
Big Horn Steak House Bodø
Hotel Rica
Thon Hotel Tromsö
Longyearbyen
Barentsburg
Ny-Alesund
Heddal

Stabkirche

Kongsberg

Silbermine

Telemark
Stavanger
Bergen
Flåm
Lom
Trondheim
Steinskjer
Namsos

Musik Museum

Torghatten
Saltstraumen
Å
Svolvær
Bleik
Andenes
Nordkap
Karasjok

Messerschmiede für traditionelle Samen-Messer

Der Spaziergang dient zum einen um uns einen Überblick zu verschaffen, zum anderen damit ich mir noch 1-2 Schichten warme Kleidung zulegen kann. Die Temperaturen sind zwar im gemäßigten Bereich (-4°C bis +4°C) aber der ständige Wind lässt es mich kälter empfinden. Zudem kommt, dass alles hier mit einer Eisschicht bedeckt ist, die meinen Gleichgewichtssinn mitunter ganz schön herausfordert. Die Norweger streuen weniger Schotter als wir Österreicher und salzen so gut wie gar nicht. Dominik hat uns erzählt, dass es in den anderen Wintern in denen er hier war (in den Jahren 2011 – 2013) , meterhoch der Schnee gelegen ist. Somit haben wir ja noch einen milden Winter erwischt.Nachdem ich mich also richtig ausgestattet habe, machen wir am Rückweg noch einen Sprung zu einem ortsansässigen Reiseveranstalter und buchen ein Rentiertour am Freitag.

Am Nachmittag treffen wir uns mit Dominik und Marcel und starten mit der heutigen Fototour. Am Programm: die Ishavskatedralen (neue Kirche) und die Tromsöbrücke und fahren mit der – ratet mal, genau – der nördlichsten  Aussichtsseilbahn auf den Hausberg.   Dort gibt es mal eine Wiederholung der Theorie der Nordlichtfotografie und die ersten Test der richtigen Einstellungen. MIt all dem Testen kommen wir auch zu netten Panoramafotos der Stadt bei Sonnenuntergang und am Abend. Nach einiger Zeit benötigen wir aber alle etwas Wärme – vor allem unsere Zehen – und wir gehen im Panoramabisto eine Kleinigkeit essen. Danach geht es wieder raus – voller Hoffnung auf Aurora Borealis LIVE.

Und siehe da – wir werden belohnt. Plötzlich entdecken wir einen weissen Schweif, eigentlich wie dünne Wolken, und Dominik bestätigt uns, dass es sich um die ersten sichtbaren Spuren des Nordlichts handelt. Die Kälte ist vergessen. Kamera und Stativ gepackt und hin zu einem guten Aussichtspunkt etwas abseits der anderen Fotografen und Touristen. Jetzt geht es darum, das vorher theoretisch gehörte praktisch umzusetzen. Schon nach wenigen Augenblicken ist aus dem weißen Streif ein grünes, plusierendes Nordlicht geworden, das nun auch mit dem bloßen Auge sichtbar ist. Einfach nur geil!

Leider schließt die Seilbahn um 22:00 Uhr und wir müssen wieder runter, weg von den Lichtern. Aber nun haben wir die Lunte gerochen und sind voll dabei als Dominik vorschlägt die Fotosafari mit dem Auto fortzusetzen.

Bald ist ein möglicher Platz für weitere Aufnahmen gefunden und wir machen uns schnell ans Werk. Das gefinkelte an den Nordlichtern ist nämlich, dass sie oft nur kurz sichtbar sind (abhängig von der Wolkendecke und der Sonnenaktivität). Die Nordlichter sind wunderschön, aber sehr eigenwillig und oft nur für ein paar Minuten gut zu sehen. Wissenschaftlicht gesehen gibt es eine Skala die von 1-9 geht, „unser“ Nordlicht hatte die Aktivität 2 – und uns blieb vor Staunen der Mund offen. Die Norwegen hingegen, gehen erst bei einer Aktivität von ca. 5 aus dem Haus zum Schauen – muss sehr skurril wirken, wenn Touristen Stunden in der Kälte verbringen um ein Nordlicht Stufe 2 zu sehen. Dominik, der bereits Nordlichter bis zur Stufe 5 oder 6 gesehen hat, meinte auch, dass man sich eine Aktivität Stufe 9 nicht mehr vorstellen kann. Laut Berichten kam dieses Phänomen zuletzt in den 60er Jahren vor.

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