Der Süden Myanmars

Myanmar, Reisen

Reisezeit: März 2016

Unsere Myanmarreise starteten wir vom 24.2. bis 4.3.2016 im Süden mit den Hauptpunkten Yangon, Kyaiktiyo, Hpa-an und Malmawyine.

Yangon

Die ersten 3 Tage verbrachten wir in Yangon, der ehemaligen Hauptstadt des Landes. Ein guter Start, denn Yangon ist eine lebendige Stadt. An jedem Eck gibt es Verkaufsstände mit Essen, Obst aber auch alles mögliche andere angefangen von Handys bis zu Benzin.

Sule Pagode

Dort haben wir zuerst die Sule Pagode, einen Alltagstempel besucht und von einem Mönche erfuhren wir, wie wir richtig die Ritualhandlungen durchführen: In fast jedem Tempel gibt es Altäre die den Wochentagen zugeordnet sind. Allerdings acht Wochentage, denn der Mittwoch wird geteilt. Jedem Tag ist wiederum ein Tier zugeordnet. Ausschlaggebend ist der Wochentag, an dem man geboren wurde. Nach einer Gabe (meist Jasminblüten) überschüttet man die Buddhafigur fünfmal mit Wasser – um Segen zu erbitten für den spirituellen Führer, das spitituelle Buch, den spirituellen Lehrer, die Freunde und Familie. Danach übergießt man einmal das Tier für sich selbst. Danach wird dreimal eine Glocke geschlagen um Ungemach aus der Unterwelt abzuhalten.

Yangon
Dala
Twantay
Kyaiktiyo
Hpa-an
Mawlamaing
Mandalay
Paleik In
Amarapura
Tempelanlage von Bagan
Mount Popa
Monywa

 Shwedagon Pagode

Später besuchten wir die Shwedagon Pagode, die Goldene – Yangons Wahrzeichen. Es handelt sich dabei um eine große, vergoldete Tempelanlage. So viel Gold habe ich noch nie auf einen Fleck gesehen. Die Anlage ist groß, man braucht zügig sicher 20min zum umrunden und überall ist Gold. Schwierig zu beschreiben, muss man erlebt haben!

Wenn man Yangon besuchte sollte man sich unbedingt auch die Zeit nehmen, um den Aung Sun Yyi Market zu besuchen. Eine Markthalle mit vielen Edelsteinen, Stoffen, Handwerk und Kleidung. Beim Besuch eines Strassencafés lassen sich hier super Land & Leute beobachten und in die Kultur eintauchen.

Wir besuchten folgende weitere Highlights von Yangon: den hinduistischen Sri Kali Tempel, die Mongul Shiad Jaomay Moschee, den chinesischen Tempel. Abendessen kann man außer in den traditionellen Myanmar-Strassenrausaurants auch gut in Chinatown oder im Indischen Viertel.

Dala

Am zweiten Tag in Yangon haben wir per Moped-Thrishaw einen Ausflug ins Umland gemacht und sind mit der Fähre ins Dorf Dala gefahren, das 2008 von Überschwemmung zerstört wurde. Auf Vorschlag unserer Reiseleiterin haben wir 100kg Reis gespendet und in Kilo-Portionen an die Menschen dort verteilt. Ach ja dort gibt es auch die 45 Schlangen Pagode – der Name ist Programm, aber leider war sie an dem Nachmittag geschlossen. Durch das Fenster konnten wir die lebenden Tiere aber sehen.

Golden Rock / Kaikiyto

Nach den Tagen in Yangon setzten wir unsere Reise zum Golden Rock fort. Dazu fuhren wir mit dem Zug nach Kaikiyto. Eine sehr lustige Zugfahrt, denn auch in den Zügen gehen Verkäufer mit ihren Waren auf dem Kopf balancierend durch. Während der Fahrt sieht man viel von der Landschaft Mayanmars, in diesem Landesteil vor allem Reisfelder.

Danach ging es mit einem Pickup (mit 40 Personen an Bord) nach Kipun, von wo uns eigene Zubringerbusse eine Serpentinenstrasse hinauf zum Golden Rock brachten. (Diese Busse fahren immer erst wenn 60 Passagiere vorhanden sind).

Der Golden Rock ist ein auf einer Felskante balancierender Felsen, der über und über mit Gold überzogen ist. Sein Gleichgewicht hält er – naürlich – allein durch die drei Haare von Buddha, die unter ihm liegen. Da der Golden Rock ein wichtiges Heiligentum ist, ist rundherum auch ein großes Pilgerzentrum entstanden. Den Männern ist es erlaubt, weitere Goldplättchen auf den Fels zu kleben. Leider wurde der Rock während unseres Besuchs renoviert und war unter einem Gerüst. Aber das ganze Zentrum zu sehen und die Menschen zu beobachten war trotzdem ein Erlebnis. Besonders beeindruckt haben mich die Träger. Recht dünne, aber trainierte Asiaten tragen in großen Körben bis zu 3 Touristenkoffer am Rücken auf den Berg.

Unser Hotel „Golden Rock Hotel“ ist eine wunderschöne, ökologische Anlage, in der wir uns sehr wohl gefühlt haben, allerdings ist dieses Hotel zu Fuß eine gute Viertelstunde vom eigentlichen Golden Rock entfernt.

Hpa-an

Als nächstes ging es per Bus in fünf Stunden nach Hpa-an. Eine kleine Bezirkshauptstadt im Süden, die wenig bereist wird und uns als Ausgangspunkt für unseren Besuch der Saddan-Höhlen dient. Wir mieteten uns ein Moped und fuhren zum Kyaut Ka Lat Kloster, das durch seine Lage auf einem einzigen Fels in einem See besticht. Kurioserweise ist in dem Kloster auch ein enbalsamierter Mönch aufgebart – in seinem Sessel sitzend in einem Glaskasten.

Aber die Umgebung von Hpa-an hat noch mehr zu bieten: Unter anderem die Saddan-Höhlen, eines der größten Höhlensystem in Südost-Asien. Darin stehen natürlich auch Buddhas – oft mit blinkenden Lichterketter versehen. Der Höhlenbesuch hat mich auch fasziniert, da wir uns in der Höhle frei bewegen konnten. Es gibt keine Absperrungen oder Warnhinweise.

Die Stalagtiten und Stalagniten sind so groß wie ich sie aus europäischen Höhlen kenne, aber es gibt auch auch Stalagtiten in Fächerform. Besiedelt wird die Höhle von unzähligen Fledermäusen, die man vor allem hört und riecht, aber auch dort war das barfuss unterwegs sein kein Problem. Am Ende der Höhle kommt man zu einem kleinen See, mit einem Boot könnte man noch eine weitere Höhle besuchen, wir hatten aber keine Zeit dafür.

Denn zum Tagesabschluss fuhren wir noch zu eine nahegelegenen Feldermaushöhle. Bei Sonnenuntergang verlassen Millionen Fledermäuse die Höhle um auf Jagd zu gehen – ein Naturschauspiel das gut eine Viertelstunde dauert.

Malmawyine

Am nächsten Tag ging es mit dem Boot in vier Stunden nach Malmawyine. Die Bootsfahrt war eine sehr angehnehme Art zu reisen. Man bekommt wieder einen anderen Blickwinkel auf die Landschaft und das Tempo ist gemütlich. Durch den Wind ist auch die Hitze weniger zu spüren -es hatte täglich zwischen 35°C-40°C.

In Malmawyine haben wir am Ankunftsabend gleich die Kyaikthanlan Pagode besucht, von der man eine schöne Aussicht über die Stadt hat.

Als wir wieder zurück wollten, erlebten wir es zum einzigen Mal, dass kein Transportmittel zu finden war. Kurzerhand schlossen wir uns einer Gruppe Frauen auf einem Pickup an, die große Freude mit uns hatten. Nach kurzer Fahrt erreichten wir deren Ziel – ein Kloster. Wir machten uns zu Fuß auf den weiteren Weg und fand auch bald ein Mopedtaxi.

Abendessen gab es an der Strandpromenade, wo am Abend ein großer Markt am Abend aufgebaut wird, und man sich Spieße auswählen kann.

Win Sein Taw Ya Kloster

Von Malmawyine aus machten wir einen Tagesausflug zum Win Sein Taw Ya Kloster. Es ist für seinen gigantischen liegenden Buddha berühmt, der 180 Meter lang und 8 Stockwerke hoch ist. Seine Wimpern bestehen aus gebogenen Stahlträgern. Die gesamte Figur ist begehbar und im Inneren werden mit Figurengruppen verschiedene Szenen aus Buddhas Leben und Werk gezeigt. Und damit es ja genug ist, baut man bereits an einem genauso großen gegenüberliegenden Buddha.
Ach ja, auch hier ist im angeschlossenen Kloster der verstorbene Mönch ausgestellt, der die Idee zu den Megabauten hatte.

Pa-Auk-Tawya Waldkloster

Den Nachmittag verbrachten wir im Pa-Auk-Tawya Waldkloster. Wir dachten uns es ist ein Kloster im Wald, aber es handelt sich um eine große Anlage, mit eignem Arzt, also eher ein Dorf. Frauen und Männer haben jeweils eigene Bereiche. Jeder besitzt ein kleines Häuschen und es werden 5 x 1,5h /Tag meditiert.

Die anstrengendste Strecke war die zwölfstündige Nachtbusfahrt von Malmawyine nach Mandalay. Burmesische Musik ist wirklich nicht zum Einschlafen geeignet.

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