Der norwegische Küstenweg

Der norwegische Küstenweg

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Nordkap – das letzte Stück Norwegen

Der letzte Teil des Roadtrips, den wir nach Norden fuhren brachte uns bis zum Nordkap.

Fotos vom Nordkap

Fotos vom letzten Stück Norwegen – bis zum Nordkap

Auf den Vesteralen

Das nächste Stück der Reise führte uns auf die wunderschönen Vesteralen. Ein Lieblingsgebiet von Walen.

Fotos Vesteralen

Unter anderem ein Best of (aus mehreren hundert Fotos ausgewählt) von Papageientauchern.

Die Lofoten

Die Lofoten gelten zu Recht als das Sommergebiet von Norwegen. Durch den Golfstrom ist es wärmer und die Landschaft ist traumhaft.

Fotos vom Küstenweg

Der Küstenweg geht von Steinskjer bis Bodo und wenn man Zeit dafür hatte, sollte man ihn sich nicht entgehen lassen.

Von Bergen über Flams bis Trondheim

Bergen ist eine sehr sehenswerte Stadt. In Flams fährt die bekannte Flamsbahn, eine der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt. Trondtheim lag am Weg.

Fotos von Bergen bis Trondheim

Fotos von der Strecke Bergen bis Trondheim, inklusive der Flams-Bahn

Bei Steinskjer beginnt Norwegens Küstenweg – eine wunderschöne Panoramastraße, die bis Bodo führt. Da wahrscheinlich viele Touristen auf der E6 bleiben, um schneller ans Nordkapp zu kommen, ist am Küstenweg nicht viel los. Für den Küstenweg gibt es eine gratis Broschüre mit allen Infos zu den Orten und den Regionen. Diese Infobroschüren gibt es über alle Regionen und sie liegen immer wieder gratis an den Campings auf. Super Service für die Touristen und ein toller Weg um auch wirklich jede örtliche Galerie zu vermarkten.

Wir machten am Anfang einen Abstecher nach Namsos, da dort die City of Rock steht. Hörte sich interessant genug an, um einen Abstecher zu machen, wir haben ja Zeit. Das Museum ist klein , überschaubar und in einem Kino untergebracht. Neben Infos über einige nordnorwegische Musiker gibt es auch viele interaktive Stationen. So konnten wir Schlagzeug spielen, erfahren wie es sich auf der Bühne vor Publikum anfühlt und eine eigene Platte mischen, für die wir auch das Cover entwarfen. Es war ein kurzweiliger Besuch.

Danach setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren weiter bis zum Camping beim Torghatten. Der Torghatten ist eine großes Loch, recht hoch oben in einem Felsen, sozusagen ein natürliches Panoramafenster, und das ist eine bekannte Sehenswürdigkeit in Norwegen.

Am Camping wuschen wir nach unserer Ankunft am Abend noch die Wäsche. Um die Zeit zu überbrücken haben wir noch was getrunken. Und ich weiß nicht warum, aber irgendwie reden die Trockner hier oben eine andere Sprache als ich. Denn nach 3 Stunden Warten war der Trockner erst fertig – und die Wäsche nass 🙂 Da war übrigens die Sonne schon wieder aufgegangen. Nach einem ruhigen Tag zur Erholung, sind wir Tags darauf auf den Torghatten gewandert. Der Weg dauert nur eine Stunden (hinauf und hinunter), aber er hatte es in sich. Es war ein Weg zu erkennen, aber der ging immer wieder über Steine, Konzentration war angesagt. Zum Teil war es etwas steiler, aber gut machbar. Oben hat man eine tolle Aussicht durch das Loch auf die Schären.

Nach dem „Morgensport“ haben wir unsere Reise in den Norden fortgesetzt – das Ziel ist noch immer das Nordkapp, allerdings liegt sehr viel Schönes auf dem Weg und wir reisen langsam und genussvoll. Wir steuerten den nächsten Camping auf der Küstenstraße an – hier oben gibt es nicht mehr ganz so viele Plätze. Dort angekommen stellten wir fest, dass fast alles von Wohnmobilen besetzt ist und kaum eine Zeltplatz zu sehen ist. Hat uns gar nicht gefallen. Daher beschlossen wir, das Jedermannsrecht zu nutzen und wild zu campen. Nach etwas suchen war auch ein gemähter Acker gefunden, bei dessen Rand wir unser Zelt aufschlugen. Den Abend genossen wir: ganz allein in der Natur, völlige Ruhe, wunderbar. Elch ließ sich leider keiner blicken.

Am nächsten Tag fuhren wir den letzten Abschnitt des Kystriksveien. Mit der Fähre von Kilboghamna nach Jetvik sparten wir einige Autokilometer ein. Außerdem überquerten wir bei dieser Fährfahrt den Polarkreis – Norden wir kommen!

Zirka 30 Kilometer vor Bodo liegt der Saltstraumen, das ist der mächtigste Mahlstrom (Gezeitenstrom) der Welt. Bei Ebbe und Flut geschieht Folgendes, wie die Infotafel verrät: „400 Millionen m³ (!) Wasser zwängen sich im Laufe von sechs Stunden durch die 3 Kilometer lange und nur 150 Meter breite Meeresenge zwischen zwei Fjorden. Der Strom erreicht eine Geschwindigkeit von 20 Knoten. Die Strudeln in diesem natürlichen Whirlpool haben einen Durchmesser von bis zu zehn Metern. Viermal am Tag, etwa alle sechs Stunden, ändert der Strom, den Gezeiten folgend, seine Richtung und liegt dann für eine kurze Zeit still da, bevor die Wassermassen mit voller Kraft in die andere Richtung strömen.“

Als wir dort waren, war seit vier Stunden Flut. Der Saltstraumen floß echt schnell und die Strudeln waren gut zu sehen. Wieder mal brachte mich die Natur zum Staunen.
Der Saltstraumen bringt viele Fische mit und das zieht die verschiedensten Räuber an: Über dem Wasser kreisen unzählige Möwen um Fisch zu ergattern, und rund um den Mahlstrom reihen sich die Fischer auf wie eine Perlenkette.

Am Abend kamen wir in Bodo an. Wir haben uns zwei Nächte den Luxus eines Hotels gegönnt. Es ist sehr angenehm, im Hotel Blog zu schreiben: Strom und W-Lan sind unbegrenzt und in Reichweite verfügbar, ohne dass ich irgendwo hingehen muss. Sie sind gleichzeitig verfügbar 🙂 Es ist warm, nicht windig und ich kann auf einem Schreibtisch schreiben. Entsprechend gut bin ich auch vorangekommen.

Wir haben ausgeschlafen, den weiteren Reiseverlauf geplant und einfach entspannt. Ausschlafen ist insofern was Besonders, weil beim Zelten die Sonne als Wecker dient: irgendwann am Vormittag wird es so warm Zelt, dass man (gerne) aufsteht.

In Bodo waren wir einmal einkaufen. Natürlich in einem Outdoorshop. Wir hatten festgestellt, dass unserer Ausrüstung was fehlt. Ich weiß, kaum zu glauben. Wir brauchten unbedingt eine Pfanne zum Kochen. Außerdem ist mein Primus Becher undicht geworden, da brauchte ich auch einen neuen. Im Geschäft habe ich mir noch eine tolle Outdoorjacke gesehen: sie geht länger übers Kreuz, ist winddicht und innen mit Merinowolle – geradezu genial für diese Reise. Aber jetzt ist Schluss mit dem Kleidung einkaufen. In meiner Tasche hat wirklich nichts mehr Platz. Und im Auto gibt’s auch keinen ungenutzten Stauraum. Unser Packsystem hat sich gut eingespielt, alle Sachen haben ihren Platz und wir schaffens die gewachsene Ordnung meist gut beizubehalten. Schlichten tun wir natürlich trotzdem immer wieder.

Von Bodo brachte uns eine Fähre nach Moskenes auf den Lofoten. Von dort kommt dann auch der nächste Blogeintrag.

 

 

Aus dem Camppingleben 1:

Ein kurzer Exkurs zu Strom und W-Lan oder warum ich selten Strom und W-Lan gleichzeitig habe.
Ich war gut vorbereitet für die Reise. Zu meiner Ausrüstung gehören zwei Powerbanks, ein Solarpanel zum Laden der Powerbanks, ein Camping-Stromstecker, ein Ladegerät vom Auto zu einer Steckdose für den PC und ein mobiler W-Lan Adapter.

Aber 🙂 auf den meisten Campings ist bei den Zeltplätzen kein Stromanschluss (und ich hab kein Verlängerungskabel mit, denn auch mein Auto hat beim Ladevolumen so seine Grenzen). Der Autostecker ist etwas zu schwach und Powerbanks funktionieren beim PC nicht, aber für die Handys sind sie super. Das mobile W-Lan geht erst wenn ich eine lokale SIM Karte gefunden habe – was mir bislang in Norwegen nicht gelungen ist. Hört sich komisch an, ist aber so. Ich versuche es in Finnland wieder.
Daher kann ich auf Campings mit W-Lan oft nur mit Akku arbeiten und bei Übernachtungen in Hütten oder Hotels wieder mal alles voll aufladen.)

 

 

Aus dem Camppingleben 2:

Falls es wen interessiert, hier noch eine kurzer Überblick über den Autoinhalt: ein Zelt, ein Moskitozelt, eine große 7,5 cm dicke aufblasbare Isomatte, zwei warme Schlafsäcke, zwei dünne Schlafsäcke, ein Campingtisch, zwei Campingsessel, eine große Alu-Kiste mit Campingausrüstung, eine kleine Alu-Kiste mit Vorräten, eine Kühlbox, ein Trekkingrucksack und eine große Ortlieb-Tasche mit Kleidung, eine blaue Sporttasche mit Diversem, eine Elektrotasche und zwei Rücksäcke und ein paar Getränke.

Wie gesagt, mittlerweile wissen wir genau, wie wir das alles am besten schlichten 🙂

 

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